Meistertag 2017

Betriebe und die Bischof Riccabona Mittelschule lernten sich am gestrigen Freitag beim „Meistertag“ kennen. Rektorin Stefanie Horinek und Gewerbevereinsvorsitzender Gerhard Nachtmann aktivierten den Tag, der letztmalig vor fünf Jahren stattfand, in Zusammenarbeit mit örtlichen Unternehmen.

Rektorin Stefanie Horinek begrüßte im Physikraum Schülerinnen und Schüler der siebten, achten und neunten Klassen: „Nutzt den Tag, um einen Beruf zu finden, der euch Freude macht und euren Fähigkeiten entspricht.“ Gleichzeitig bedankte sie sich bei den Unternehmern, die sich Zeit nahmen ihre Betriebe vorzustellen. Auch Gerhard Nachtmann jun. regte die Schulklassen an, den direkten Informationsaustausch zu nutzen und einen Schritt weiterzukommen. Vertreter aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen der Region stellten Ausbildungsberufe vor sowie die notwendigen Voraussetzungen. Auf Pünktlichkeit oder Zuverlässigkeit legen sie alle wert: Ursula Wagner von der Fachstelle für pflegende Angehörige der Caritas, Claudia Grübl vom Friseursalon Grübl, Michael Hirschbichler von der gleichnamigen Schreinerei, die Steuerkanzlei Irmgard Friedberger, Johannes Hurm von Lebensmittel Leeb und Tobias Weinzierl vom gleichnamigen Malereibetrieb.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre, sagt ein altes Sprichwort, doch Gerhard Nachtmann beruhigte: „Wir beißen nicht.“ Bei den einzelnen Referaten hörten die Schüler aufmerksam zu. Ein offenes und freundliches Wesen sollten angehende(r) Friseure/innen oder Einzelhandeslkaufmann/frau mitbringen. Wer über den Beruf des Schreiners, Metzgers, Malers und Lackierers nachdenkt, braucht ein gewisses Maß an körperlicher Fitness und handwerkliches Geschick. Steuerfachangestellte müssen Zahlenverständnis, logisches Denken und Genauigkeit mitbringen. Grundsätzlich erfordert jeder Ausbildungsberuf Interesse an der Materie, ob nun Lebensmittel, Holz oder Arbeit mit Menschen. Das breite Spektrum und Neuerungen in der Pflegeausbildung soll auf einen Einsatz in allen Arbeitsfeldern der Pflege vorbereiten, einen Wechsel zwischen den einzelnen Pflegebereichen erleichtern und den Pflegekräften selbst damit zugleich wohnortnahe Beschäftigungsmöglichkeiten und zusätzliche Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten eröffnen. In der Regel dauert eine Ausbildung drei Jahre, die zum(r) Verkäufer(in) zwei Jahre. Eine anschließende Verlängerung zum(r) Einzelhandeslkaufmann/frau ist möglich. Auch in anderen Berufsfeldern bieten sich Aufstiegsmöglichkeiten an, wie etwa Geselle, Techniker oder Meister bis hin zum Handelsfachwirt im dualem Studium über verschiedene Wege im Bildungssystem.

Im Anschluss hatten die Schüler Gelegenheit mit Vertretern ihrer bevorzugten Berufsauswahl ins Gespräch zu kommen.